Tückinger Vereine unterstützen Ambulanten Hospizdienst DA-SEIN

"Es war von Anfang an klar, dass der Erlös immer in Hagen bleiben soll - und wir wollen damit Einrichtungen unterstützen, die wichtige soziale Arbeit leisten." Kurt Bernhofen, Vertreter der Evangelischen Kirchengemeinde in Haspe, gehört seit vielen Jahren dem Kreis aktiver Menschen im Hagener Westen an, die gerne feiern, aber darüber die Gedanken an andere nicht vergessen. Schon 1995 wurde der beliebte Tanz in den Mai aus der Taufe gehoben - und seither unterstützen die fünf Tückinger Vereine - neben der Kirchengemeinde sind das die Schützen, der Reiter- und Gartenbauverein sowie die Freiwillige Feuerwehr - soziale Einrichtungen und Institutionen. In diesem Jahr dürfen sich Antje Lauxmann und Marita Schulz vom Ambulanten Hospizdienst DA-SEIN des Diakonischen Werkes über die großzügige Spende freuen - 1000 Euro wechselten gestern vor der Kapelle zum Guten Hirten den Besitzer.

"Ich habe im Abendkreis über unsere Arbeit berichtet", erzählt Antje Lauxmann, wie der Kontakt zustande kam. Angeregte Diskussionen über die schwierige Arbeit, persönliche Geschichten vom Umgang mit Sterbenden und interessierte Nachfragen zeigten er erfahrenen Sterbebegleiterin sofort, dass das Thema niemanden kalt lässt. So wie auch bei der gestrigen Spendenübergabe sofort ein intensives Gespräch über die Pflege von Menschen daheim aufkam. "Eine ganz große Herausforderung für die Angehörigen ist das", betonte auch Marita Schulz. "Vor allem, wenn der Pflegebedürftige sich dementiell verändert."

Mit der Spende, die die beiden Diakonie-Mitarbeiterinnen gestern von den Vereinsvertretern in Empfang nehmen durften, sollen die nächsten Ehrenamtlichen geschult werden. Derzeit unterstützen neben den beiden Hauptamtlichen etwa 25 Aktive den Hospizdienst.


Auch das Maifest wäre ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar: "Etwa 30 Helfer machen den Tanz in den Mai möglich", erklären die Vereinsvertreter, die in diesem Jahr trotz Kälte etwa 200 Gäste begrüßen konnten. "Zum Glück hatten wir neben kalten Getränken auch Glühwein vorbereitet", erinnern sie sich schmunzelnd an ein zwar kühles, aber gelungenes Fest. Und überlegen - scherzhaft - für das kommende Massage anzubieten: "Das hilft gegen die Kälte und das hat sonst kein Tanz in den Mai zu bieten."

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